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Dalli: 1899 eingetragenes Warenzeichen des Seifenherstellers Mäurer & Wirtz. 1937 wurde dieser Begriff auch Bestandteil des Firmennamens: DALLI-Werke Mäurer & Wirtz. Nach einer Vielzahl von Unternehmensübernahmen firmiert der breit gefächerte Konzern mittlerweile unter dem Namen „Dalli-Group“.

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Mit freundlicher Genehmigung der
DALLI-WERKE GmbH & Co. KG

Quellen RAMM, H.J. (2008) Seiten 150-154


 

 

Dalli-Turm: Bauwerk auf dem Betriebsgeländer der DALLI-Werke Mäurer & Wirtz, das 1928-29 als Sprühanlage zur Herstellung von Seifenpulver errichtet wurde. u.  auch gegenwärtig noch die Industriekulisse des heutigen Hammerfeldes dominiert.

Quellen RAMM, H.J. (2008) Seite 152


 

 

Daumen (Frösche): Antriebsnocken auf der Hauptantriebswelle (Spill oder Wellenbaum) eines Wasserrades. Die Daumen sorgten für eine Umwandlung der Drehbewegung in eine Linear- bzw. Kippbewegung (Hammerwerk, Pochwerk).

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Modellinstallation
Museum Zinkhütter Hof


 

 

Daverscheider Hut: Forstbezirk um Kalterherberg u. Höfen (Gewäld).


 

 

Deckgebirge: Schicht oder Gesamtheit aller Schichtenfolgen, die sich über einer Lagerstätte befinden.


 

 

Denkwürdigkeiten des Fleckens Stolberg: Von Johann Adolf Peltzer verfasste, 1816 erschienene Publikation, die u.a. eine detaillierte Auflistung von Kupferhöfen, Hammerwerken u. Galmei-Mühlen im damaligen Stolberg enthält. Diese Veröffentlichung erschien unter dem Pseudonym von einem Einsiedler u. unter dem Titel: Denkwürdigkeiten des Fleckens Stolberg und der benachbarten Gegend in vorzüglicher Hinsicht auf die Messingfabrikation.

Es klingen in dieser Schrift ebenfalls Aspekte an, die man heute dem Problemkreis der Umweltverträglichkeit zuordnen würde, u. die zwangsläufigerweise die damals gängige Sichtweise reflektieren. Nach heutiger Auffassung sind diese Ansätze eher als kurios zu bezeichnen.


 

 

Derichsberger Mühlen: Zwei (obere u. untere) Kupfermühlen, die 1597 von Gerlach Beck im Vichttal zwischen Nachtigällchen u. Bernardshammer errichtet wurden.

Später gehörten die Derichsberger Mühlen den verschiedensten Kupfermeisterfamilien, darunter Peltzer u. Prym. Zu Anfang des 19. Jh. wurden auf den Derichsberger Mühlen Hammerwerke zum Austreiben (Treiben) von Messing-Platten u. zur Herstellung von Tiefwaren sowie zwei Drahtzüge betrieben.

Seit 1848 gehörte die untere Derichsberger Mühle William Prym, der hier ein Messingwalzwerk errichtete, dessen Antrieb um 1860 von einer Dampfmaschine übernommen wurde. Später konzentrierte man die Produktionseinrichtungen auf dem Gelände des früheren Dollartshammers u. firmierte dort unter dem Namen WILLIAM PRYM WERKE.

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Derichsberger Mühle
Quelle: Dorfarchiv Mausbach

Im Bereich der früheren Derichsberger Mühlen befinden sich heute die STOLBERGER MASCHINENFABRIK u. die KERPENWERKE.

Quellen: SCHREIBER, K. und H. (1993) Seiten 377-380


 

 

Derichshecken, An der: Erzgrube im Bereich Burgholz, die zu vorindustrieller Zeit in Pingen- bzw. Packenbauweise betrieben wurde.


 

 

Destillation: Stofftrennungsverfahren, mit dem verdampfbare, flüchtige Stoffe von weniger flüchtigen oder festen Stoffen getrennt werden können. Hierzu wird das zu separierende Stoffgemisch so weit erhitzt, dass der Bestandteil der aus diesem Gemisch entfernt werden soll, verdampft, während der Rest zurückbleibt.

Der Dampf wird aufgefangen u. einem kühler gehaltenen Systemteil, der sogenannten Vorlage, zugeführt, wo er kondensieren kann. Je nach Auslegung u. Anordnung der Vorlage kann das Kondensat entweder austropfen oder sich in einer topfförmigen Vertiefung in der Vorlage ansammeln.

In Stolberg wurde die Destillation u.a. bei der Herstellung von Zink angewandt. (Zinkdestillation)


 

 

deszendente Metasomatose: Metasomatose


 

 

Devon: Erdgeschichtl. Epoche des Erdaltertums (Paläozoikum), die vor ca. 395 Millionen Jahren begann u. vor ca. 345 Millionen Jahren endete.

Während dieser Epoche entstanden im Stolberger Raum die devonischen Kalke als marine Ablagerungen (Sedimente) in einem damals sich hier ausbreitenden tropischen, mit Korallen besetzten Flachmeer. Der südlichste Kalksteinzug der Vennfußfläche, der entsprechend des General- Streichens von Südwest nach Nordost über Breinigerberg, Schlangenberg, Vicht, Mausbach, Gressenich verläuft, besteht aus Kalken des Devons.

Das Devon wurde 1839 von Sedgwick A. u. Murchison R.J. nach einem Schichtenkomplex in der südengl. Grafschaft Devonshire benannt. Die beiden o.g. Geologen verfolgten diesen Schichtverlauf auch auf dem Kontinent u. erstellten ebenfalls eine der frühesten geol. Karten des Gebietes zwischen Maas u. Eschweiler. Hierin wurde erstmals zwischen den devonischen u. karbonischen Schichten unterschieden.


 

 

devonisch: dem Devon zugehörig


 

 

Dichtesortierung (Schwerkrafttrennung, Aufbereitung): Vor der Verhüttung müssen die eingewonnenen Erze vom Haufwerk getrennt werden. Die mineralischen Metallträger (Erze) weisen meist hinreichend große Gewichtsunterschiede zum Nebengestein auf, so dass eine Trennung nach dem spezifischen Gewicht möglich ist. Hierzu wird das Haufwerk zunächst zerkleinert (Pochwerk), um anschließend über leicht geneigte, vibrierende Arbeitsplatten (Stoß- oder Schüttelherde) geschickt zu werden.

Dieses Schütteln erfolgt unter einem schwachen Wasserstrom, so dass die leichteren Partikel (Nebengestein) fortgeschwemmt werden. Durch die Schüttelbewegung des Herdes legen die spezifisch schwereren Erzteilchen den größeren Weg zurück u. werden somit von den leichteren Gangartteilchen (Gangart) getrennt.

Ursprünglich waren Herde üblich, die aus einem einfachen, geneigten Gerinne bestanden, durch welches ein Wasserstrom geleitet wurde, der die leichteren Bestandteile des Aufbereitungsgutes fortschwemmte.

Auch das Auswaschen von Gold aus Seifen (mittels einer Pfanne beispielsweise) lässt sich der Methode der Dichtesortierung zuordnen. Hierbei wird die kinetische Energie von bewegtem Wasser in der Weise genutzt, dass leichteres Lockermaterialien (Sande) fortgeschwemmt werden, während das deutlich schwerere Gold seine Lage innerhalb der Waschpfanne kaum ändert.

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Goldkörner (Waschgold), ausgewaschen aus Fluss- bzw. Bachsand.
Fotos: F. Holtz

 

 

Dicke Gewand: Geol. Störung.


 

 

Diepenlinchen: Die mit Abstand größte u. ergiebigste Erzgrube im Stolberger Raum, welche auf Zink-, Blei- u. Eisenerze baute. Im Bereich des gleichen Erzfeldes gab es bereits während der Römerzeit (insbesondere im 2. u. 3. Jh.) einen für die damaligen Verhältnisse bedeutenden Erzbergbau (römisches Messing). 
GUSSONE, R. (1964) Seite 44

Zur Zeit der Kupfermeister (16. - 19. Jh) wurde durch den Betrieb von Kleinbergbau hauptsächlich Galmei eingewonnen (Erzabbauepochen).

Die Groß- Konzession Diepenlinchen entstand im ersten Viertel des 19. Jh. durch Zusammenlegung von stark zersplittertem Grubenbesitz. Die Konzession erstreckte sich über den Bereich Werth, Mausbach, Krewinkel bis Untervicht mit dem Vichtbach als westliche Feldgrenze.

1809 wurden die Gewerken Bäumer Buchacker & Cie. mit der Konzession auf Bleierz, Galmei u. Eisenstein beliehen. Man begann mit einer Tiefbauanlage, wobei sich bei einer Teufe von 80 m der zur Wasserhaltung eingesetzte Pferdegöpel als unzureichend erwies, so dass zur Gewältigung der Grubenwässer Dampfmaschinen eingesetzt werden mussten.
DUNKEL, F. (1989) Kapitel 4, PLUM, H. (1937) Seite 33, PASTOR, K. (1958) Seite 58

Es gelang zwar, eine Lagerstätte anzufahren, als man jedoch mit dem Abbau begonnen hatte, ließ es sich trotz des Einsatzes von Dampfkraft nicht vermeiden, dass die Grubenbaue bis zu einer Teufe von 18 m ersoffen. Auf Grund finanzieller Schwierigkeiten wurde der Tiefbau 1820 aufgegeben u. die Konzessionsfelder an Mausbacher Bergleute verpachtet.

Ab 1838 wurde die Grube Diepenlinchen von der METALLURGISCHEN GESELLSCHAFT u. deren Nachfolgerinnen, der KOMMANDITGESELLSCHAFT DE SASSENAY & CIE. sowie der STOLBERGER GESELLSCHAFT in großtechn. Maßstab ausgebaut u. bis 1919 betrieben. Auch die ESCHWEILER GESELLSCHAFT war anfangs mit geringeren Besitzanteilen an der Grube beteiligt. DUNKEL, F. (1989) Kapitel 4

Auf Grund des relativ frühen u. intensiv betriebenen Tiefenausbaus der Grube Diepenlinchen (bei Aufgabe der Grube lag der tiefste Betriebspunkt bei einer Teufe von knapp 400 m unter der Tagesoberfläche) wurden fast ausschließlich Erze gefördert, die der Primärerzparagenese angehörten. GUSSONE, R. (1964) Seite 43

Der Name Diepenlinchen leitet sich von dem niederdeutschen Ausdruck Diepenlingen (für Tiefleitung) ab u. bezieht sich auf das Niederbringen von tiefen Schächten (im Gegensatz zu den früheren, wenig aufwendigen, seichten Gruben, Pingen).

Zwischen 1890-95 beschäftigte die Grube Diepenlinchen zeitweise über 800 Leute u. förderte gut 7.000 t Zink- bzw. Bleierze pro Jahr, während um 1910 bei einer Belegschaftsstärke von ca. 500 Leuten die jährliche Erzförderung fast 11.000 t betrug. Die Gesamtförderung (Blei- u. Zinkerze) dürfte sich während des großtechn. Betriebes auf insgesamt 500.000 t belaufen haben.

Graphik
Skizze: F. Holtz, nach DUNKEL, F. (1989) Kapitel 7 u. RÜBMANN, A. (1925)

Neben den Aufbauten des Froschschachtes im Mausbacher Industriegebiet sind heute hauptsächlich noch Bergehalden (z.B. Weißenberg) als Relikte des ehemaligen Grubenbetriebes im Gelände zu erkennen. Die Grubenanlagen befanden sich zu großen Teilen in dem auch heute noch unter dem Flurnamen Diepenlinchen bekannten Gelände beiderseits der heutigen Industriestraße. Der Haupt-Schacht lag 160 m süd-westlich des Froschschachtes, wobei in den letzten Jahren der Betriebszeit die Hauptförderung zum Betriebspunkt Ravelsberg verlegt wurde. Als weiterer wichtiger Bestandteil der Grube Diepenlinchen ist noch der Betriebspunkt Henriette zu nennen.

Die Lagerstätten der Grube Diepenlinchen waren durch insgesamt 15 Schächte erschlossen. Der Hauptschacht mit einer Teufe von 300 m besaß eine lichte Weite von 3.00 x 1.25 m u. war mit Bolzenschrotzimmerung ausgestattet. Die Fördergestelle konnten zwei Förderwagen mit insgesamt 1.200 kg emporfördern.

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Hauptschacht,
Ortsarchiv Mausbach.

Der Fahrschacht mit gleichen Abmessungen u. gleichem Ausbau lag 20 m östlich des Förderschachtes. Die Seilfahrt erfolgte in einem Korb, der 6 Mann fassen konnte. Zwei nebeneinander liegende Wasserhaltungsschächte (Blume u. Widmann) lagen 160 m nordwestlich des Hauptschachtes.

Die Bewetterung erfolgte in der Weise, dass die Wetter durch den Haupt-, den Fahrt- u. den Widmannschacht einzogen. Die verbrauchten Wetter zogen alle durch den Froschschacht aus.

Die erste, aus den 1840er Jahren stammende Aufbereitungs -Anlage wurde 1898/99 durch eine Anlage mit einer Tageskapazität von 100 t Haufwerk ersetzt. Diese lag unmittelbar am Haupt- bzw. Froschschacht u. war dort in zunehmendem Maße auftretenden Bodensenkungen ausgesetzt bzw. auch den steigenden Anforderungen nicht mehr gewachsen. 1907 wurde daher eine neue Anlage errichtet, die sich etwas weiter in Richtung Ravelsberg befand u. 257 t Haufwerk pro Tag durchsetzen konnte. Diese Anlage galt damals nicht nur in Deutschland als eine der fortschrittlichsten ihrer Art. CABOLET (1910) Seite 1325

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Quelle: Ortsarchiv Mausbach, DUNKEL, F. (1989) anhängender Bildteil

Auf Grund der großen Abbautiefe u. der Lagerung der Erzmittel im Kalkstein flossen den Grubenbauen gewaltige Mengen Wasser zu, die über eine entsprechend aufwendige Wasserhaltung bewältigt werden mussten. Hierzu wurden in den Jahren 1853-54 zwei Dampfmaschinen mit einer Gesamtantriebsleistung von 900 PS installiert. Um die Jahrhundertwende wurde die Leistung der Wasserhaltung mit zwei neuen Dampfmaschinen auf insgesamt 3.200 PS erhöht. Die beiden Hauptwasserhaltungsschächte waren Blume u. Widmann. DUNKEL, F. (1989) Kapitel 6

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Dampfmaschinen
zur Wasserhaltung,
Ortsarchiv Mausbach.

Die Wasserhaltung u. insbesondere die für den Betrieb der Dampfmaschinen erforderliche Steinkohle waren entscheidender Rentabilitätsfaktor. Gegen Ende der Betriebszeit überstieg die Gewichtsmenge der benötigten Steinkohle die Erzfördermenge ganz erheblich.

Auf Grund der gegen Ende des 1. Weltkrieges knapper werdenden Steinkohle u. dem zwangsläufigerweise eingeschränkten Wasserhaltungsbetrieb, begannen die tiefer liegenden Baue der Grube abzusaufen. PASTOR, K. (1958) Seite 60

Durch den Mangel an Arbeitskräften (viele Bergleute waren zum Kriegsdienst herangezogen worden) hatte man außerdem während der Kriegsjahre die bereits aufgefahrenen Erzmittel abbauen müssen, ohne neue Lager erschließen u. für den Abbau vorbereiten zu können.

Die Grube war somit unrentabel geworden; u.a. auch deshalb, weil man insbesondere im Rhein - Lahn - Gebiet (EMSER BLEI- UND SILBERWERK) mittlerweile über Gruben verfügte, die hinsichtlich ihrer Abbaubedingungen sehr viel weniger kritisch waren.

In dieser Situation kam es im März 1919 in der Grube Diepenlinchen zu einem Streik der Bergleute, die in der schweren Nachkriegszeit Verbesserungen bezüglich der Entlohnung anstrebten. Dieser Streik wurde von der Unternehmensleitung zum Anlass genommen, den Betrieb einzustellen. PASTOR, K. (1958) Seite 60

Obwohl die Grubenschließung eindeutig u. völlig unstrittig durch die vorgegebenen geologischen Lagerstättenverhältnisse begründet war, gelang es der Grubenleitung, den Streik als eigentliche Ursache für die Aufgabe der Grube Diepenlinchen darzustellen. Die angesichts der wahren Ursachen als Streiklegende aufzufassende Einschätzung spiegelt sich sowohl in der einschlägigen Literatur als auch heute noch im Empfinden der (älteren) Bevölkerung wider. DUNKEL, F. (1989) Kapitel 8

Wie wichtig der Unternehmensleitung der Eindruck einer durch den Streik verursachten Grubenschließung gewesen ist, lässt sich auch daran erkennen, dass die spontane Einstellung des Grubenbetriebes erfolgte, als noch abbauwürdige Erzmittel vorhanden waren, die man bereits zum Abbau vorgerichtet hatte. Späteren Schätzungen zufolge verzichtete man durch diese PR-Maßnahme auf etwa 167.000 m³ Fördererz. WEIDTMANN, V. (1925) Seite 3, ORTMANNS, A. (1930), Seite 36ff

Weiteres zur Grubenschließung

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Streikende Bergleute,
Ortsarchiv Mausbach.

Im Frühjahr 1925 wurden die Grubengebäude wie Maschinenhaus, Aufbereitung sowie vier Schornsteine von etwa 30 m Höhe gesprengt und abgerissen. ORTMANNS, A. (1930), Seite 36ff

In den Jahren 1927/28 wurde zunächst zur Nachbehandlung der alten, noch sehr erzhaltigen Teich- u. Haldenschlämme eine Flotations-Anlage mit einer Kapazität von 5t/Stunde errichtet. 1933 konnten auf diese Weise noch über 4.000 t nutzbares Erzkonzentrat gewonnen werden. Nach 1933 wurde in zunehmendem Maße auch Haldengrobmaterial zerkleinert u. verarbeitet. Die Flotation wurde bis 1942 betrieben, die Belegschaft schwankte zwischen 50 u. 85 Leuten.

Bezüglich der geologischen Situation wäre zu vermerken, dass die Erzmittel nicht nur im karbonischen Kalkstein, sondern untergeordnet auch im Eifelkalk (devonisch) eingelagert sind. Die Erzlager im devonischen Kalk können für die Stolberger Region als Besonderheit der Gruben Breinigerberg u. Diepenlinchen gelten.

Der Hauptbetriebspunkt baute auf 16 Gängen, 5 Stockwerken u. 4 größeren Nestern. Unter den 5 Stockwerken befand sich der größte u. wohl auch bekannteste Erzkörper unseres Reviers, das sogenannte Brennesselstockwerk. Entsprechend der Größe der Erzkörper waren die Stockwerke überproportional an der Gesamtförderleistung beteiligt. Im Jahr 1908 z.B. betrug der Anteil der aus den Stockwerken eingewonnenen Erzmittel 47%.

Die Betriebspunkte der Grube Diepenlinchen sind im folgenden aufgelistet:

1. Diepenlinchen (Hauptbetriebspunkt)

2. Henriette (westlich von 1)

3. Neuer Simon (ca. 200 m östlich von 1)

4. Alter Simon (westlich von 3)

5. Hitzberg (östlich von 3)

6. Ravelsberg (nördlich von 1)

7. Adrienne

8. Mausbacher Hecke

Ein Teil der zum Hauptbetriebspunkt Diepenlinchen gehörenden Erzkörper sind damals mit Eigennamen versehen worden:

• Alter Franzgang

• Andreasgang

• Brennesselgang

• Brennesselstockwerk

• Heinrichstockwerk

• Johanngang

• Leongang

• Ludwiggang

• Nest am Fahrschacht

• Neuer Franzgang

• Schwarzgrubenest

• Schwefelkiesstockwerk

• Weißbleierzstockwerk

• Weißenbergstockwerk

Quellen: DUNKEL, F. (1989), RÜBMANN, A. (1925) Seite 20,
CABOLET (1910) Seite 1325, GUSSONE, R. (1964) Seiten 43 u. 44
WEIDTMANN, V. (1925) Seite 3, ORTMANNS, A. (1930) Seite 36ff 
PLUM, H. (1937) Seite 33, PASTOR, K. (1958) Seite 58, 60


 

 

Dinanderien (Dinanderies): kunstvoll aus Messing-Blech getriebene Arbeiten. Während der Ausdruck Dinanderien heute ganz allgemein als Synonym für handwerklich getriebenes Ziergerät aus Messing steht, wurde dieser Begriff ursprünglich nur für kunstvoll getriebene Arbeiten aus Dinant verwendet.

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Kerzenleuchter aus getriebenem Messingblech (Dinanderien) in der alten Abteikirche Kornelimünster,
Fotos: F. Holtz.

 

 

Dinanderies: (Dinanderien)


 

 

Dinant: Stadt an der Maas südlich der belgischen Provinzhauptstadt Namur gelegen.

Ähnlich wie, aber sehr viel früher als in Stolberg entwickelte sich in der Provinz Namur, u. hier wiederum in Huy bzw. insbesondere in Dinant, ab dem 10. Jh. ein Zentrum der europäischen Messing-Herstellung. Ebenfalls analog zu Stolberg bildeten hierzu Galmei- Lagerstätten die Grundlage. Diese Erzmittel gehören der auch in Stolberg vorkommenden Erzparagenese an u. finden sich in den ebenfalls gleichen Kalkstein-Formationen, die sich von jenseits der Maas bis östlich des Stolberger Raumes erstrecken.

Im Laufe seiner Entwicklung erreichte der Wirtschaftsraum um Dinant eine monopolartige Stellung u. beherrschte den gesamten europäischen Messingmarkt. Musterhäuser wurden beispielsweise in Aachen sowie Köln unterhalten u. auch in London besaßen die Messingkaufleute Dinants eine Niederlassung, die Dinanter Halle. Fernerhin gehörte Dinant als einzige wallonische Stadt der Hanse an.

Neben der Produktion von Gegenständen des täglichen Gebrauchs u. fein gearbeiteten Gerätschaften brachte Dinant auch bedeutende Kunstwerke, vorwiegend zur sakralen Verwendung, hervor.

Kennzeichnend für Dinant waren kunstvoll aus Blech getriebene Arbeiten, was den Kupferschlägern oder Batteurs ihre Berufsbezeichnung gab. Der Ausdruck Dinanderien steht auch heute noch als Synonym für handwerklich getriebenes Ziergerät aus Messing.

Der blühende Wirtschaftraum um Dinant fand seinen Niedergang im Jahre 1466 nachdem die Bürger Dinants sich in stolzer Selbstüberschätzung auf kriegerische Auseinandersetzungen mit dem Herzog Philipp von Burgund u. seinem Sohn, dem späteren Karl dem Kühnen, eingelassen hatten. Hierbei wurde Dinant völlig zerstört.

Die überlebenden Batteurs (Kupferschläger) wanderten nach allen Richtungen aus; unter anderem auch in die freie Reichsstadt Aachen, wo sich bereits ein bescheidenes Messinggewerbe zu entwickeln begonnen hatte. Nach dem Zuzug der Dinanter Batteurs sollte sich die Stadt Aachen jetzt zum eigentlichen Zentrum der Messingindustrie entwickeln, wobei die Batteurs als Vorgänger der Kupfermeister zu betrachten sind.


 

 

Dohnung: Festlegung des Stockgeldes (Abgaben für Holzkohle, Schätzmeister).

Quellen: SCHREIBER, K. und H. (1993) Seite 357


 

 

Dokimastik (Probierkunde, Probierkunst): Prüfung eines Erzes auf seinen Gehalt an (Edel-) Metall.

In Stolberg fand die Dokimastik häufig in den Bleihütten Anwendung, um beim Einkauf von Bleierzen deren Silbergehalt zu ermitteln (Bleiglanz, Silber). Hierzu wurde zunächst eine kleinere Erzprobe im Labor erschmolzen. Das so erhaltene Blei wurde dann in einem kleinen Treibofen unter starker Hitze u. Luftzufuhr oxidiert, bis das Silber als flüssige Perle im Scherben (kleiner Schmelztiegel) zurückblieb u. nach dem erkalten gewogen werden konnte.

Der Augenblick, in dem gegen Ende des Treibprozesses das hell glänzende Silber im mit grauer Oxidationshaut überdeckten Blei erstmalig sichtbar wurde, nannte sich Silberblick. In Anlehnung hieran sprach man bei der zurückbleibenden Silberperle auch von Blicksilber.

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Silberperle (Mitte u. rechts),
gewonnen aus einer Werkbleiprobe (links),
Sammlung u. Fotos: F. Holtz.

 

 

Dollart, Heinrich: Aachener Schöffe u. Kupfermeister sowie ab 1497 Lehensträger des nach ihm benannten Reitwerkes bzw. Kupferhofes (Dollartshammer).

Dollart wurde 1508 in Aachen hingerichtet, weil einer seiner Knechte, der Silberbarren gestohlen hatte, seinen Herrn der Komplizenschaft bezichtigte.

Quellen: BRECHER, A. (1990) Seite 13. SCHLEICHER, K. (1974) Seiten 13, 28


 

 

Dollartshammer: Das wahrscheinlich älteste u. das erste urkundlich belegte Reitwerk im Vichttal. Wie die Karte von Walschaple zeigt, befand sich der Dollartshammer ursprünglich im Bereich der heutigen DALLI WERKE. Die WILLIAM PRYM WERKE nahmen 1859 ihren Anfang in den ehemaligen Kupferhöfen, die später in diesem Bereich (Finkensief) entstanden waren u. dem Dollartshammer zugerechnet wurden.

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Dollartshammer, Aquarell nach Walschaple von G. Dodt

Die erste urkundliche Erwähnung stammt vom 21.12.1464. Hiernach erhielt Kristian Hammersmede von Wilhelm von Nesselrode das Gelände in Erbpacht zum Zwecke der Errichtung eines Reitwerks mit Hütte, Reckhammer u. Teichanlage.

1497 belehnte der Stolberger Unterherr Vincenz von Efferen den Aachener Schöffen u. Kupfermeister Heinrich Dollart mit dieser Anlage. Der neue Lehnsträger erhielt das Recht zur Verhüttung von Eisen, Kupfer, Blei, Gold u. Silber.

Gegen diese Verleihung führte der Abt von Kornelimünster Klage u. erhob seinerseits Ansprüche als Landesherr. Diese Klage wurde mit dem Umstand begründet, dass der Stolberger Burgherr lediglich Grundherr des fraglichen Areals war. Ähnliche Auseinandersetzungen führten später u.a. zur Erstellung einer Panoramakarte des Vichttales (Walschaple).

Nach dem Tod von Heinrich Dollart übernahmen seine Söhne Arnold u. Heinrich den Dollartshammer, verkauften selbigen jedoch 1512. Allerdings erwarb Heinrich Dollart später über Vorkaufsrecht Anteile am Dollartshammer zurück. Der andere Anteilseigner war Johann Meuthen, der nach dem Tod Heinrich Dollarts dessen Kinder 1542 von ihrem Erbteil gewaltsam vertrieb.

Ausgelöst durch den Geldrischen Erbfolgekrieg erwarb der Herzog von Jülich 1542 Teile des Dollartshammers u. ließ hier Waffen u. Munition herstellen. Um 1580 gingen die herzoglichen Anteile des Dollartshammers an Leonhard Schleicher den Jüngeren, der die Anlage zu einem Kupferhof umbaute. Sein Bruder Lambert erwarb später die Anteile der Familie Meuthen.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Dollartshammer unter Beteiligung namhafter Kupfermeister-Familien (Beck, Schardineel) zu einem Zentrum der Messing-Fabrikation.

Christian Prym, Enkel des gleichnamigen Großvaters, der die Familiendynastie in Stolberg gegründet hatte, erwarb 1708 u. 1714 den Kupferhof der Familie Thielen auf dem Dollartshammer. Isaak Prym, Enkel des jüngeren Christians, übernahm 1792 den als Salzrumpf bezeichneten Teil des Dollartshammers.

1848 wurde William Prym alleiniger Besitzer der Unteren Derichsberger Mühle, deren Produktionseinrichtungen er später zum Dollartshammer verlagerte. Das von ihm u. seinen Söhnen aufgebaute WILLIAM PRYM WERK ist u.a. als Kurzwarenhersteller weltweit bekannt.

Quellen: BRECHER, A. (1990) Seite 12, SCHLEICHER, K. (1974) Seite 14,
SCHREIBER, K. und H. (1993) Seiten 389-397


 

 

Dollgarten: Hauptsächlich in der Mundart (Dolljaade) gebräuchlicher Ausdruck für das Gelände zwischen den heutigen Dalli Werken u. der oberhalb gelegenen Aachener Str. Die Silbe "Doll" dürfte auf den einst hier gelegenen Dollartshammer zurückgehen.

Auf dem Gelände des Dollgartens legte Gustav Prym 1808 eine Parkanlage im Stil der Englischen Gärten an.

Das gesamte Areal wurde 1909 von Franz Wirtz gekauft, der seine Seifen- u. Waschmittelproduktion 1913 dorthin verlagerte.


 

 

Dolljaade: Dollgarten


 

 

Dolly Tub: Schlämmfass


 

 

Dolomit: Mineral mit der chem. Zusammensetzung CaMg(CO3)2, welches trigonale Kristalle bildet. Der Ausdruck Dolomit ist ebenfalls gebräuchlich für körniges bis dichtes Gestein, dessen Hauptgemengteile aus dem gleichnamigen Mineral bestehen.

In Stolberg kommt Dolomit als teilweise dickbankige Felsformationen innerhalb der Kalkstein-Züge vor u. ist durch metasomatische Umwandlung des Kalksteins (CaCO3) entstanden. Diese auch als Dolomitisierung bezeichnete Umwandlung läuft in Verbindung mit magnesiumhaltige (Mg) Lösungen nach folgendem Reaktionsschema ab:

2 CaCO3 + Mg → CaMg(CO3)2 + Ca

Neben dem Blaustein kann auch der Dolomit als traditionelles, landschaftstypisches Baumaterial gelten. Häufig sind beide Gesteine in Kombination verwendet worden, wobei dann meist das Mauerwerk aus Dolomit errichtet wurde u. der Blaustein zur Einfassung von Fenster- bzw. Türnischen (Laibung) Verwendung fand.

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Vichter Kirche als Beispiel für ein Dolomit- Bauwerk.
Foto: F. Holtz
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Kupferhof Grünenthal: Dolomit u. Blaustein in Kombination.
Foto: A. Pfaff

Dolomit wird fernerhin in der Glasindustrie als Stabilisator eingesetzt.


 

 

Dolomitisierung: Metasomatische Umwandlung von Kalkstein nach Dolomit


 

 

Dommelstein u. Rüst: Westlich der Bleihütte Binsfeldhammer gelegenes, bis Breinigerberg reichendes, ehemaliges Erzfeld, welches 1851 auf Blei-, Zink- u. Eisenerze konzessioniert wurde. Das ehemalige Abbaufeld ist teilweise identisch mit dem Gelände des als Rüst bekannten Steinbruchs.


 

 

Dony, Jean Jacques: Lütticher Stiftsherr (Abbe Dony) u. Begründer der belgischen bzw. rheinischen Zinkindustrie. (Zink, geschichtliches). 

Quellen: ENGELSKIRCHEN, L. (2006) Seite 28


 

 

Dorff: Am westl. Rand des Stadtgebietes gelegener Ortsteil von Stolberg, der bis 1935 zur Gemeinde Büsbach gehörte.

Der Ort fand bereits 1178 urkundliche Erwähnung. Der eigentliche Siedlungskern begann sich allerdings erst zu entwickeln, als um 1400 die Schwarzenburg errichtet worden war.


 

 

Dörnberg: Rheinisch- Westfälischer Bergwerksverein


 

 

Dorr-Prozess: Natronlauge


 

 

Drahtriemen: Dünne, schmale Blech-Streifen, die aus den Tafelstreifen geschnitten wurden u. als Rohlinge für den Drahtzug dienten.

Quellen: SCHLEICHER, K. (1974) Seite 54


 

 

Drahtschere: Schere zum Scheiden der Drahtriemen aus den Tafelstreifen.


 

 

Drahtzug: Einrichtung zur Herstellung von Draht durch spanlose Kaltverformung. Hierzu wird das zu bearbeitende Material (früher Drahtriemen für den ersten Zug) angespitzt u. durch das konische Loch des Zieheisens (Ziehstahl) geführt. Mittels Zangen wird an dem herausragenden Ende gezogen, so dass sich das Metall im Zieheisen plastisch verformt u. durch das konische Loch im Zieheisen hindurchgleitet, wobei sich entsprechend des Lochdurchmessers ein runder, dünnerer u. somit auch längerer Draht bildet.

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Messing-
drahtzug
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Kupferstich,
Christoff Weigel,
Nürnberg 1698
Quelle: Bürger Albrecht Partner, Agentur für Kommunikation u. Design GmbH

Nach dem Glühen des gezogenen Drahtes konnte dieser mittels weiterer Bearbeitungsvorgänge gleicher Art (Züge) durch Zieheisen mit entsprechend kleiner werdenden Löchern auf immer dünnere Durchmesser gebracht werden.

In Stolberg dienten Drahtzüge hauptsächlich der Herstellung von Messing -Draht u. wurden ursprünglich mit Wasserkraft betrieben. Der Draht wiederum wurde u.a. zur Herstellung von Nadeln verwendet.

Die Zieheisen wurden später durch Diamantwerkzeuge ersetzt, mit denen sich erheblich längere Standzeiten erreichen lassen.


 

 

Dreckfaseln: Arbeiter in der Dreckwäsche.


 

 

Dreckwäsche: Vorrichtung zum Auswaschen von Messing -Rückständen, die (1.) im Kehricht eines Messingwerkes u. (2.) in ausgemusterten, zerstampften Schmelztiegeln (Plutschmühle) enthalten waren.


 

 

Drehrohrofen: Sodarevolver


 

 

Drückbank: Maschine zur Herstellung von Tiefwaren, die bezüglich ihrer Auslegung einer Dreh- oder Drechselbank ähnelt. Im Gegensatz zum Drehen oder Drechseln jedoch handelt es sich beim Drücken nicht um eine spangebende, sondern um eine plastische Verformung.

Zum Drücken fanden runde Stahl- bzw. Holzmodelle (Formen) Verwendung, deren Kontur u. Gestalt dem Innenraum der herzustellenden Hohlgefäße entsprachen. Der flache, ebenfalls runde Blech-Rohling (die sogenannte Ronde) wurde in konzentrischer Lage mittels Reitstock gegen den meist ebenen Teil des Modells gespannt, der den Gefäßboden ausbilden sollte.

Ronde u. Modell wurden alsdann in Rotationsbewegung versetzt. Mit dem stark abgerundeten Ende eines gleichfalls runden Eisenstabes (Drückstahl) wurde, am Rand des Gefäßbodens beginnend u. nach außen hin fortsetzend, die rotierende Ronde mit kräftigem Druck gegen das Modell gepresst. Hierdurch wurde das Blech entsprechend der vorgegebenen Kontur verformt u. schmiegte sich der Geometrie des Modells an.

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Quelle:
Bürger Albrecht Partner
Agentur für Kommunikation u.
Design GmbH

Dieses Verfahren stellte eine typische Kaltverformung dar. Abhängig vom zu erzielenden Verformungsgrad war ein z.T. mehrmaliges Zwischenglühen erforderlich.

An der Bedienseite der Drückbank war eine stabile Gurtschlaufe angebracht, in welche sich der Drücker anlehnen u. abstützen konnte, um den erforderlichen Druck auf den Drückstahl aufzubringen. Während beide Hände den Drückstahl führten, wurde der eigentliche Druck durch den Brustkorb aufgebracht. Deshalb trug der Drücker eine Lederschürze, in deren Latz ein stabiles Stahlblech eingearbeitet war.

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Drücken einer Messingschale
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Umbördeln des Gefäßrandes
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Fertige Messingschale
Quelle: Stolberger Metallwerke

 

Bild Drückbank,
Foto: A. Steindl

 

 

Drücken: Verfahren zur Herstellung von Tiefwaren mittels Drückbank. Das Drücken wurde mit zunehmender Industrialisierung vor allem deshalb eingesetzt, weil sich hiermit ein deutlich höherer Mechanisierungsgrad sowie eine deutlich höhere Produktivität erreichen ließen, als dies mit den früher üblichen Tiefmühlen der Fall gewesen war.

Dieses Verfahren wurde 1864 in der Firma Schleicher eingeführt und löste nach und nach die Tiefhämmer ab.

Quellen: BRECHER, A. (1990) Seite 61


 

 

Druckplatte: Zinkdruckplatte


 

 

Drückstahl: Drückbank


 

 

Düre Koof: Theuerkauf


 

 

Duffenter: Bergbaukonzession an der gleichnamigen Straße im Bereich Donnerberg. Der Name leitet sich wahrscheinlich von dem bergmännischen Ausdruck "Taubes Ende" ab. In der Tat liegt dieses ehemalige Konzessionsfeld am Rand unserer großräumigen Lagerstätte, wo die Erzmittel bereits zu verarmen begannen, so dass diese Deutung durchaus plausibel erscheint.


 

 

Duhm: Schacht im Grubenfeld Breinigerberg


 

 

Duhmgang: Gangartiger Erzkörper in der Erzgrube Breinigerberg


 

 

Dürener Hut: Forstbezirk im Bereich Hürtgenwald u. Vossenack (Gewäld).


 

 

Duvvelor: Straßenzug in Breinigerberg, dessen Name sich von dem bergm. Ausdruck Taube Lage ableiten dürfte. Tatsächlich befindet sich die Duvvelor am äußersten westlichen Rand des Grubenfeldes Breinigerberg, so dass diese Deutung durchaus plausibel erscheint.

 

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