Die Herstellung von Zink ist erst seit Anfang des 19. Jh. möglich, nachdem die hierfür erforderliche, anspruchsvolle Technologie (Zinkdestillation) entwickelt worden war.

Zuvor ließen sich bestimmte Zinkerze nur zur Messing-Herstellung nach dem Galmeiverfahren nutzen, wobei das metallische Zink in seiner Reinform weder in Erscheinung trat noch überhaupt bekannt war.

Die Schwierigkeiten bei der Herstellung von Zink ergaben sich aus dem Umstand, dass bei der Verhüttung nicht flüssiges Zink, sondern Zinkdämpfe entstanden, die sich überdies bei Kontakt mit Luftsauerstoff zu staubförmigem Zinkoxyd umwandelten. Dieses Problem wurde dadurch gelöst, dass man die bei der Reduktion entstehenden Zinkdämpfe unter Luftabschluss kondensierte.

Mit der Verfügbarkeit von metallischem Zink ergab sich hauptsächlich auf Grund seiner hohen Korrosionsbeständigkeit eine Vielzahl von Anwendungsgebieten. In den Haushalten setzten sich Wannen, Bütten, Zuber, Eimer, Gießkannen usw. aus Zink als Massenprodukte durch. Im Baugewerbe fand Zink als Dachrinnen, Fassadenverkleidungen und Bauornamentik weite Verbreitung.

In Stolberg wurde Zink von 1819 bis 1966 in insgesamt vier Hüttenbetrieben hergestellt.

 

 

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Zinkverhüttung und Rösten

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Skizze
Prinzipskizze Zinkmuffel
Skizze: F. Holtz
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Prinzipskizze Zink-
reduktionsofen

Skizze: F. Holtz
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Flammofen zum Rösten von Zinkblende
Skizze: F. Holtz
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Muffelofen zum Rösten von Zinkblende
Skizze: F. Holtz
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Bleikammeranlage zur Herstellung von Schwefelsäure aus Röstgasen.
Skizze: F. Holtz
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Zinkschmelzer beim Einsetzen einer Vorlage
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John Cockerill
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Birkengangofen mit Regenerativ Wärmekammer System
Quelle: Tafel V. (1953)
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Zinkreduktionsofen in der Zinkhütte Münsterbusch, Manöverarbeit
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Zinkreduktionsofen, Kohlenmonoxyd strömt aus den Vorlagen und verbrennt mit schwach leuchtenden, bläulichen Flammen.
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Zinkschmelzer beim Abziehen von flüssigem Zink aus der Vorlage.
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Zinkschmelzer beim Abziehen von flüssigem Zink aus der Vorlage.
 
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Anordnung von Zinkmuffeln entsprechend ihrer Positionierung in einem Zinkreduktionsofen.
Modellinstallation Zinkhütter Hof.
Foto: F. Holtz

 

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